Sah man einst diesen Dämonenfürsten, so glaubte man wohl in erstem Moment nicht, dass er wirklich ein Dämonenfürst ist.
Seine sehr hellgrauen Augen, welche eine rote Pupille haben, wirkten zwar genauso blass, wie die alabasterfarbene Haut des Mannes, doch sah er nicht hässlich oder entstellt aus. Im Gegenteil, trotz seiner Farblosigkeit, wirkte er schön, ja sogar sehr feminin. Lange, glatte, fast schon weiß wirkende Haare fielen bis über die Schultern hinaus, reichten bis an seine Hüfte, wurden nur durch ein einfaches Zurückstreichen aus dem Gesicht gehalten. Der Körper selbst war immer schon erstaunlich schlank, beinhalteten eine gewisse Grazie, die sehr eigentümlich wirkte und wurde beständig von einer pastellblauen Tunika verhüllt.
Von seinem Rücken ausgehend entfalteten sich zwei große, grauen Lederschwingen, welche den Körper des Dämonenfürsten ganz einzuhüllen vermochten, wodurch er immer Gebrauch machte.
In menschlicher Gestalt veränderte er eigentlich nichts an seinem Aussehen, außer dass die Lederschwingen halt verschwanden, er sich in weite, luftige Kleidung hüllte, egal wie kalt es war. Doch wenn es windig war, so erkannte man eher die Kontur einer Frau, was oftmals verwirrend war für jenen, der es erblickte. Doch wer diese Kontur erblickt hatte, durfte auch um sein Leben bangen, denn Ariel verschonte niemanden, welcher hinter das Geheimnis gekommen war.
Die Stimme war ruhig, rauchig, erinnerte zwar eher an eine Frau, doch machten sich die anderen Dämonenfürsten eher darüber lustig, als einmal scharf nachzudenken. Nur ein Wesen in der Hölle wusste schon immer um Ariels Wahrheit und dies war Luzifer, für welchen sie den Himmel mit verließ und fiel und dies, ohne es ihm jemals gesagt zu haben.
Eigenschaften:
Ruhig, nachdenklich und in sich gekehrt wirkt der Dämonenfürst. Zurückgezogen, oft in die Dunkelheit gehüllt, wartet sie eher, als dass sie vorschnell handelt und dazu beruft der Dämonenfürst auch seine Nachkommen. Doch diese Ruhe macht ihn nicht gerade ungefährlich, denn er lauert, wartet ab und in dem Moment, wo man am Schwächsten ist, schlägt er zu, ohne jedes Gefühl.
Doch gleichzeitig ist Ariel voller Gefühl, voller Sehnsucht und voller Schmerz. Ein Schmerz, der sich in den Augen oftmals wiederspiegelt.
Es waren Äonen vergangen, als sich Luzifer endlich zu Ariel bekannte und Ariel sich zu Luzifer bekannte. Erst hielten sie ihre Liebe, ihr Zusammensein noch geheim, doch Baphomet selbst, brachte sie dazu, sich zu offenbaren.
Seit diesem Tage gilt Ariel nicht nur als erste Fürstin im dunklem Reich, sondern auch als Herrin über das Reich. Der erste Gesichtsausdruck, die Melancholie und Trauer ist zwar noch immer da, jedoch ist sie nun in sich ruhender, fröhlicher.
Sie trägt ein graues, schulterloses Kleid, mit braunem Ledermieder, Schnürungen an den Unterarmen. Und auch wenn sie an der Oberfläche ist, trägt sie mittlerweile eher weibliche Kleidung, auch wenn sie oftmals damit noch etwas Probleme hat. Tausende von Jahren lassen sich halt nicht einfach abstellen.
Die Trauer in ihren Augen hat nun eine andere Bedeutung, nämlich der Verlust eines ihrer Kinder, von dem jedoch noch niemand weiß. Genauso nicht von dem Zwilling, der unter ihrem Herzen heran wächst.
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